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Simone Sadra und Martin Geier bitten zu Tisch

Die Stadthalle Hagen begrüßt zwei neue Mitarbeiter im gastronomischen Bereich. Simone Sadra übernimmt die Serviceleitung und arbeitet in dieser Position eng zusammen mit dem neuen Küchenchef Martin Geier. Lernen Sie hier unsere neuen Teammitglieder kennen:

Die gebürtige Dortmunderin Simone Sadra feiert 2021 nicht nur ihr Debüt in der Stadthalle, sondern ebenso ihren vierzigsten Geburtstag im Jubiläumsjahr der Stadthalle – beide schreiben das Geburtsjahr 1981. Dies war nun aber nicht das entscheidende Kriterium für die Einstellung: Frau Sadra ist nach ihrem Abitur als Restaurantfachfrau in die Gastronomie eingestiegen und hat sich seitdem in den Branchen mit Erfahrung und Fortbildungen weiter qualifiziert. Bis heute ist es ihre große Leidenschaft eine Gastgeberin zu sein, besonders wenn die Veranstaltung einen freudigen Anlass hat, wie beispielsweise eine Hochzeit. So führte sie ihr Organisationstalent schon zu einer besonderen Herausforderung, der Planung und erfolgreichen Durchführung einer Hochzeitsmesse. Simone Sadra freut sich daher besonders auf die Hochzeitsgesellschaften, welche das modernisierte Panoramarestaurant „Felsenblick“ in der Stadthalle Hagen gebucht haben.

Martin Geier, der gelassene Bayer aus der Passauer Region, zaubert aus den besten regionalen Zutaten köstliche Speisen für Simones Hochzeitsgesellschaften. Aber nicht nur für diese – als neuer Küchenchef ist er der Nachfolger von Hans-Joachim Junge, der über Jahrzehnt den guten Ruf der Stadthallenküche aufgebaut hat. Herr Geier hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt im renommierten Tagungs- und Wellness Hotel, dem „Maximilian“ in Bad Griesbach. Als Koch war es für Martin Geier schon immer attraktiv in einem Veranstaltungshaus mit Kulturprogramm zu arbeiten. Zuletzt war er tätig im „Schafrichterhaus“, einem kleinen Theater mit angeschlossenem Veranstaltungssaal in Passau, welchen vielen Kulturinteressierten bundesweit bekannt ist, als die Kinderstube von Künstlern wie beispielsweise Ottfried Fischer und Sigi Zimmerschied. Die besondere Herausforderung der Gastronomie in Kulturhäusern ist die Pausenversorgung, in der viele Hundert Gäste gleichzeitig und während einer kurzen Zeitspanne von maximal 30 Minuten ein hochwertiges Speisenangebot erwarten.

 

Frau Sadra, am 03.03.2021 hat Ihr erster Arbeitstag in der Stadthalle Hagen begonnen. Größere Veranstaltungen sind aufgrund der Corona-Situation zurzeit nicht realisierbar. Welche sind aktuell Ihre Aufgaben bzw. wie gestaltet sich Ihr Arbeitsalltag?

Als Gastronom sage ich, ich mache „mise en place“, das bedeutet ich bereite mich vor, für die Zeit nach den Einschränkungen, in der Veranstaltungsbrache. Primär administrative Tätigkeiten sind, während eines stark frequentierten Tagesgeschäfts, nicht immer leicht einzubinden. Beispielsweise für die Mitarbeiterweiterbildung habe ich ein Schulungskonzept entwickelt, welches zum Restart unser Serviceteam optimal vorbereitet. Gerade durch die Hygienekonzepte trägt jeder einzelne eine hohe Mitverantwortung für das Wohl der Gäste.

Parallel arbeite ich mich selbst in die Prozesse der Stadthalle ein, damit meine eigenen Arbeitsabläufe, auf die Unternehmensstruktur abgestimmt sind. Angebotserstellung, Warenwirtschaft oder auch Lagerhaltung sind solche Prozesse, welche zudem im Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 definiert sind. Es wurde mir bereits ermöglicht, in Vertretung die Aufgaben des Hygienemanagers ausüben. Hierbei ist das Hygienekonzept zu überwachen und gleichzeitig der reibungslose Zu- und Abgang der zu impfenden Personen sicherzustellen. Zusammenfassend ist mein Arbeitsalltag, auch unter den Bedingungen von Corona, abwechslungsreich und interessant.

 

Und Ihre, Herr Geier?

Momentan befinde ich mich in Vorbereitung, d.h. Kreation und Planung des kompletten Speisenangebotes für unsere Verkaufsbüffets bei Veranstaltungen und Messen, sowie für unseren á la carte Bereich.

Zudem verpflege ich die Mitarbeiter des DRK im Impfzentrum Hagen mit täglich frischen, vollwertigen Gerichten. Diese kontinuierliche Grundauslastung hilft mir sehr dabei, mich als neuer Küchenchef in alle Prozesse einzuarbeiten und unsere Lieferanten kennenzulernen.

 

Wann waren Sie das erste Mal in der Stadthalle und welches besondere Erlebnis verbinden Sie mit der Stadthalle?

Simone Sadra: Obwohl ich nicht weit entfernt in Dortmund lebe, war ich tatsächlich vor meinem Vorstellungsgespräch nie zuvor in der Stadthalle gewesen. Meine Bewerbung erfolgte in der Zeit des zweiten Lockdowns und somit zu außergewöhnlichen Umständen. Gerne hätte ich die Stadthalle seitdem schon einmal privat besucht.

Martin Geier: Ich habe vor gut zwei Jahren begonnen, den ehemaligen Küchenchef Hans-Joachim Junge bei Großveranstaltungen zu unterstützen. Im Sommer werden hier in der Stadthalle viele Abibälle sowie Tagungen ausgerichtet und im Herbst gibt es immer ein großes Oktoberfest. Diese Veranstaltung ist für mich persönlich ein Highlight, denn sie erinnert mich an das Oktoberfest bei mir zuhause in Bayern.

 

Wie sehen Sie die Stadthalle aktuell im gastronomischen Bereich aufgestellt und welche Verbesserungen würden Sie gerne voranbringen?

Simone Sadra: Ich sehe die Stadthalle gastronomisch, als sehr gut aufgestellt. Regelmäßige Kundenzufriedenheitsabfragen bei unseren Gästen belegen diesen Eindruck. Natürlich ist ein Unternehmen bestenfalls immer in Bewegung und darauf bedacht Strukturen sowie Abläufe zu optimieren und die Qualität zu steigern. So arbeiten wir, das Team der Stadthalle, stets daran unsere Leistung gegenüber unseren Kunden, mit Blick auf die jeweiligen Einfluss Faktoren und Anforderungen, anzupassen und zu verbessern. Angedacht ist beispielsweise, dass ich meine Barista Kenntnisse und Bartender Erfahrung in entsprechende Konzepte einbringe.

Martin Geier: Ich sehe uns dank moderner Küchentechnik und der Logistik hinter den Kulissen gut aufgestellt. Zudem sehe ich, dass die bisherige Zusammenarbeit mit Frau Sadra und den anderen Abteilungen des Stadthallen-Teams, jetzt schon reibungslos funktioniert. Da haben wir bereits eine gute Basis für den Restart geschaffen.

 

Frau Sadra, was zeichnet für Sie persönlich eine gute Gastgeberin aus?

Simone Sadra: Eine gute Gastgeberin zeichnet sich durch ihre Individualität aus. Sie muss herzlich, freundlich, aufgeschlossen und vor allem natürlich sein. Außerdem benötigt sie Empathie, um die Ansprüche eines jeden Gastes erkennen und darauf reagieren zu können. Gäste möchten spüren, dass sie willkommen sind. Sie beobachten genau und sie suchen nach Alleinstellungsmerkmalen. Ein solches Alleinstellungsmerkmal kann die Gastgeberin sein, wenn sie ausstrahlt, dass sie ihren Beruf gerne und mit Herz ausübt. Zudem benötigt sie einen hohen Anspruch an sich selbst und auch ein gesundes Maß an Perfektionismus. Die gastronomischen Leistungen müssen von hoher Qualität sein, jedoch sollte die gute Gastgeberin den Spagat zwischen Aufwand und Selbstverständlichkeit perfekt beherrschen und dabei Leidenschaft und Freude an der Tätigkeit haben.

 

Herr Geier, welches ist Ihr Rezept für zufriedene Gäste, die wegen einer guten Küche wiederkommen?

Martin Geier: Mein Rezept für zufriedene Gäste ist es, eine nachhaltige und frische Küche zu bieten. Daher beziehe ich meine Zutaten aus der Region. Kurze Transportwege und das Wissen über die genaue Herkunft sichern mir qualitativ hochwertige Lebensmittel, die ich verarbeiten kann. Zudem arbeite ich organisatorisch on Point, um den Gästen beste Speisenqualität zu liefern.

Apropos Rezept, wie wäre es mit einem Lavendeleis:

300g Sahne; 1 EL Honig; 4 frische Lavendel-Rispen; 1 PK Vanillezucker; 100g weiße Schokolade; ½ PK Zitronenschale (Finesse); 4 Eigelb; 40g Zucker

Die Sahne mit Honig, den Lavendelblüten und Vanillezucker aufkochen lassen. Anschließend von der heißen Platte nehmen und mindestens 10 min ziehen lassen. Eigelb mit Zucker cremig aufschlagen. Aus der Sahnemischung die Lavendelblüten entfernen. Nun die Sahnemischung nochmals leicht erwärmen, Zitronen-Finesse zugeben und die weiße Schokolade darin schmelzen lassen. Diese warme Sahnemischung unter ständigem Schlagen unter die Eigelb – Zuckermasse rühren und vollständig abkühlen lassen. In die Eismaschine geben und danach im Eisfach bis zur gewünschten Konsistenz gefrieren lassen.

Zubereitung ohne Eismaschine: Die Sahnemischung vollständig herstellen und am besten über Nacht im Kühlschrank erkalten lassen. Am nächsten Tag diese Masse aufschlagen, unter die Eigelb-Zuckermasse rühren und danach im Eisfach mindestens 4 Stunden gefrieren lassen.

Probieren Sie es aus und dann sehen wir uns bestimmt in der Stadthalle wieder.

 

Wenn man Sie nicht in der Stadthalle trifft, wo würde man Sie in Ihrer Freizeit am ehesten Treffen?

Simone Sadra: Meine Heimat, mein Verein. Sie treffen mich in meiner Freizeit am ehesten beim Fußball. Gerne bin ich auch in der Gastronomie, auf diversen Events oder mit Freunden, auf der heimischen Terrasse, in der Sonne, zu finden. Außerdem lieben meine zwei Mops Hunde ausgiebige Spaziergänge am Hengsteysee. Sollten Sie mich an diesen Orten nicht getroffen haben, bin ich entweder als Künstlerassistenz für meinen Mann unterwegs oder kümmere mich um meine 12 Wellensittiche.

Martin Geier: Meist beim Spazieren am Hengsteysee bzw. Harkortsee, da ich mich als Sportfischer gerne an Gewässern aufhalte und im Voraus plane, wo ich im nächsten Jahr angeln werde und um mir rechtzeitig eine Gewässerkarte zuzulegen. Falls Frau Sadra und ich uns begegnen sollten, dann hoffe ich, dass ihre Hunde leise sind. Apropos Mops, ich kenne da noch ein sehr gutes Rollmops-Rezept. Aber das gibt es dann beim nächsten Mal …

 

Vielen Dank für das Gespräch und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit – herzlich willkommen!

 

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